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Stimmbildung mit kleinen "Spatzen"
18.03.2009 – FLÖRSHEIM (Main-Spitze)
Anna Bechtluft ist neue Leiterin der Kinder- und Jugendchöre der Flörsheimer Kantorei Anna Bechtluft ist die neue Leiterin der drei Kinderchöre und des Jugendchores der Flörsheimer Kantorei. Nach dem Weggang von Organistin und Kinderchorleiterin Szilvia Tóth zum 1. Januar war der ehemalige Kantor von St. Gallus, Andreas Großmann, vorübergehend eingesprungen, um die Chorarbeit mit den Kindern aufrechtzuhalten. Nun gibt es eine Nachfolgerin.
Anna Bechtluft, die 20-jährige Lehramtsstudentin mit den Fächern Musik und Französisch ist für die Flörsheimer jungen Sänger ein Glücksgriff. Bereits im Graf-Stauffenberg-Gymnasium war sie im Schulorchester und in der Pop-Folk-AG aktiv. Vier Jahre lang spielte sie erfolgreich im Landesjugendorchester, wo sie im Sommer wegen ihres Musikstudiums aufhören musste. Schon als Oberstufenschülerin hat Anna Bechtluft bei Andreas Großmann in den Kinderchören hospitiert und in ersten Probestunden "Spaß an dieser Tätigkeit bekommen". Sie belegte daraufhin (Dirigenten-) Kurse beim Arbeitskreis "Musik in der Jugend" in Frankfurt und führte bei einem Grundschulpraktikum ein Projekt "Kinderchor" durch.
"Etwas mit Kirche zu machen, ist für mich Neuland, eine ganz neue Richtung", bekennt die Musikerin, die neben Quer- und Blockflötenspiel auch am Klavier musiziert und im Gesang seit ihrer Kindergartenzeit ausgebildet ist. Anna Bechtluft hat von ihren Vorgängern jede Menge an Notenrepertoire übernommen und alle vier Chöre proben schon eifrig für ihren ersten Auftritt mit der neuen Leiterin an den beiden Erstkommuniongottesdiensten im April. Die Musikstudentin will aber nicht nur liturgische Lieder mit ihren Chorschülern einstudieren. Gerade mit den Älteren im Jugendchor will sie mehrstimmige Stücke singen: "Die sind stimmlich gut vorgebildet". Vor allem bei den Drei- bis Fünfjährigen im "Spatzenchor" geht sie auf deren Vorlieben ein. Dazu zählen zur Jahreszeit passend "Stups, der kleine Osterhase" und "Hörst du die Regenwürmer husten?". Jede Gesangsstunde beginnt mit Lockerungs- und Streckübungen im Stehen und Schulungen des Gehörs und der Stimmbildung.
"Es bedeutet viel Arbeit, bis es klappt. Aber die Freude, wenn es dann im Gottesdienst schön klingt, ist das verdiente Lob für die Kinder und Jugendlichen", ist Anna Bechtluft überzeugt. Die Eltern, die ihre Kinder in die Singstunde bringen, bestätigen: "Frau Bechtluft macht das wirklich ganz toll!"
Hildegund Klockner
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